EMPATHY-Info zur aktuellen Situation 4 April, 2020

EMPATHY-Info zur aktuellen Situation

aktuell geht ein wahrer Regen von Äußerungen und Kommentaren zu den Auswirkungen der Corona-Krise nieder. Die Einschätzungen sind teilweise fundiert, teilweise handelt es sich aber auch einfach um subjektive Meinungen. Die Menschheit erlebt mit dem neuartigen Coronavirus die folgenschwerste Pandemie seit einhundert Jahren. Sie führt zu einer beispiellosen Lähmung der Weltwirtschaft und deshalb auch an den Börsen zu hohen Kursverlusten.

Auch wir kommen an diesem Thema nicht vorbei, wohl wissend, wie groß das Bedürfnis nach valider Information in der Krise ist. Allerdings können auch wir über die zukünftigen Entwicklungen nur spekulieren. Dennoch versuchen wir, unsere Meinung auf der Basis von möglichst fundiertem Wissen und konkreten Fakten zu entwickeln. Wir müssen aber einräumen, dass der spekulative Anteil unserer Meinung selten so groß war wie aktuell, während die Faktenlage in dieser noch sehr jungen Krise dünn ist.

Auch ist uns bewusst, dass die Ableitung von Empfehlungen aus den Erfahrungen früherer Krisen nicht immer 1:1 auf die aktuelle Situation passt und jeder Krise andere Probleme mit sich bringt.

Auch ist es in vielen Bereichen und bei vielen Entscheidungen der Politiker und der Staatführer sicherlich immer ein abwägen zwischen wirtschaftlichen und ökonomischen Punkten und Menschleben.

Da wir keine Mediziner oder Virologen sind und uns auch nicht an den Diskussionen der doch teils sehr unterschiedlichen Meinungen/Empfehlungen/Vorschlägen beteiligen wollen, werden wir uns in dieser Email nur auf den Investmentmarkt und mögliche künftige Entwicklungen beziehen.

Rückblick

Vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen und Tagen abgestürzt sind, ist ohne Beispiel. Vom Rekordhoch Mitte Februar verlor der Weltaktienindex binnen fünf Wochen ein Drittel seines Wertes. Entsprechend plötzlich schlug die Stimmung an den Börsen um: An die Stelle von Sorglosigkeit und Zuversicht sind Angst und Panik getreten.

Solche Gefühle, auch wenn sie in der menschlichen Natur liegen, haben sich an den Börsen stets als schlechte Ratgeber erwiesen. Eine nüchterne Betrachtung der Situation und der Zukunftsaussichten zeigt, dass die Krise für Anleger eine große Chance bietet.

Überall auf der Welt haben die Regierungen und Notenbanken Hilfsprogramme für die Wirtschaft in Rekordhöhe beschlossen. Zum anderen zeigt die Entwicklung in China und Südkorea, dass es möglich ist, das Virus einzudämmen. Dort konnten stillgelegte Fabriken und Betriebe nach ungefähr zwei Monaten wieder hochgefahren werden. Die Länder im Fernen Osten scheinen den Höhepunkt der Krise bereits überwunden zu haben.

Hinzu kommen laufende Fortschritte bei der Erkennung, Erforschung und Bekämpfung des Virus und der von ihm verursachten Erkrankungen. Früher oder später wird dies auch einen Impfstoff hervorbringen. Diese Krise wird deshalb mit Sicherheit vorübergehen.

Dessen ungeachtet wird die Weltwirtschaft aber zunächst für einige Monate stark getroffen. Eine solche Zeit, in der die Wirtschaft weniger leistet als zuvor, bezeichnet man als Rezession. Durchschnittlich erreichen Rezessionen nach ungefähr drei Monaten ihren Tiefpunkt. Mit Blick auf die oben genannten Umstände, also staatliche Rekordhilfen und medizinische Fortschritte einerseits, Verlauf der Pandemie und Dauer der Werksschließungen in Asien andererseits, dürfen wir annehmen und hoffen, dass die jetzige Rezession nicht das ganze Jahr andauern wird.

Was ist eine Krise?

Das griechische Wort „Krisis“ bezeichnet keine hoffnungslose Situation, sondern den Höhe- oder Wendepunkt einer gefährlichen Lage. Von da an kann es eigentlich nur noch besser werden. Im chinesischen werden abstrakte Begriffe oft aus zwei elementaren Wörtern zusammengesetzt. So auch beim Begriff Krise. Darin enthalten sind gleichzeitig die beiden Wortstämme für „Chance“ und für „Gefahr“.

Aber man muss gar nicht in den fernen Osten schweifen, um das doppelte Gesicht der Krise zu erkennen: Auch die Mediziner bezeichnen mit Krise oft das Stadium einer Infektion, in der das Fieber schon wieder im Sinken begriffen ist. Eine Krise muss also kein Anlass zur Verzweiflung sein. Im Gegenteil. Die Krise bezeichnet immer eine problematische, aber mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation.

Krisen und die Auswirkungen auf die Aktienmärkte

Tabelle historische Krisen

Zeit zu investieren?

Im Zuge der Corona-Pandemie stürzten die Aktienmärkte ab. Das ist nicht schlimm und taten sie in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen immer wieder mal. Und wenn Sie sich die Aktienmärkte mal anschauen: sie erholten sich immer wieder. Wir sind keine Hellseher und können daher natürlich auch nicht wissen, was nach Corona sein wird. Aber wir sind optimistisch und glauben daran, dass sich im Grunde alles wiederholt. Daher finden wir, dass der Zeitpunkt günstig ist, um selbst ein Investment zu tätigen – egal ob für die Firma oder für sich privat.

Nach jeder Kurskorrektur der Vergangenheit haben irgendwann Leute angefangen „Da hätten wir…“ zu sagen. Stellen Sie sich mal vor, Sie könnten dann „Da habe ich…“ sagen. Verzocken Sie aber kein Geld, auf das Sie angewiesen sind, das wäre unvernünftig. Aber wenn es geparktes Geld gibt, mit dem Sie nichts geplant haben – warum nicht jetzt handeln?

Wichtig: das heißt nicht, dass es auch erst nochmal 10, 20 oder 30% fallen, bis der Tiefpunkt erreicht ist.

Da die Börsen die Zukunft antizipieren, werden sie das Ende der Wirtschaftsschwäche nicht abwarten. Die Aktienkurse erholen sich in der Regel schon dann, wenn die Chancen die Risiken übersteigen. Und nach dem Crash der Aktienkurse mit panikhaften Verkäufen in den zurückliegenden Wochen könnte der Tiefpunkt nahe sein. Aber es kommt überhaupt nicht darauf an, genau zum tiefsten Punkt zu kaufen. Es reicht auf preiswertem Niveau einzusteigen. Gewinne macht bekanntlich, wer billig kauft. Wer jetzt verkauft, macht das Gegenteil und realisiert Verluste.

Ja, viele Unternehmen rutschen jetzt in die Verlustzone. Sie werden für mindestens ein oder zwei Quartale keinen Gewinn machen. Und ja, nicht alle Unternehmen werden dies im zweiten Halbjahr ausgleichen können. Aber auch ein Verlust im Gesamtjahr 2020 dürfte verkraftbar sein. Die stark verringerten Börsenwerte der Aktiengesellschaften spiegeln diese Erwartung bereits wider. Die meisten Unternehmen werden den „Corona-Schock“ überleben. Wenn sie im nächsten Jahr auch nur annähernd wieder an das Gewinnniveau der Vergangenheit anknüpfen können, würde das deutlich höhere Aktienkurse rechtfertigen.

Viele Unternehmen werden zudem nach der Rezession vermutlich sogar noch besser dastehen als vorher. Beispielsweise erleben Online-Anwendungen und -Geschäfte durch die Pandemie einen Bedeutungszuwachs, der auch auf Dauer Spuren hinterlassen wird. Der sogenannte „E-Commerce“, das Angebot von Cloud-Dienstleistungen, der Betrieb von Rechenzentren, aber auch beispielsweise Telemedizin-Dienstleistungen werden zu den Gewinnern zählen.

Ein weiterer Punkt ist auch die Tatsache, dass aktuelle viele Firmen und deren Mitarbeiter Zeit haben, sich mal mit sich selbst zu beschäftigen. So berichten uns viele Kunden, Freund und Partnerunternehmen, dass sie aktuell interne Prozesse überarbeiten, neue Geschäftsmodell erstellen und bisher immer aufgeschobenen Projekte angehen.

Die stärksten Unternehmen werden die Krise überleben und anschließend weniger Konkurrenten haben oder zumindest aus den zuvor genannten Gründen profitabler und erfolgreicher arbeiten.

Erfahrene Investoren sehen deshalb auch in dieser Krise Chancen für Aktien, die man nicht ungenutzt lassen sollte.

Ist der Tiefpunkt an den Aktienmärkten schon erreicht?

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Talsohle der Aktienmärkte doch noch etwas tiefer liegt, dennoch hat nach rund 30 Prozent Kursverlust an den Aktienmärkten der Winterschlussverkauf begonnen.

Durch die Verteilung der geplanten Investition in mehrere Tranchen über ein paar Monate lässt sich das Risiko eines unglücklichen Einstiegszeitpunktes deutlich verringern Des Weiteren macht es natürlich Sinn – so noch nicht erfolgt – langfristige Sparpläne abzuschließen. Wer zuversichtlich ist, investiert die Hälfte des längerfristig nicht benötigten Kapitals sofort in Aktienfonds und die andere Hälfte in wenigen Wochen. Wer vorsichtiger ist, setzt jetzt ein Drittel ein, das zweite Drittel Mitte des Jahres und das letzte Drittel im Herbst.

Und sogar derjenige, der eine jahrelange Schwächephase von Wirtschaft und Börse befürchtet, sollte nicht lange mit den ersten Investitionen warten, sondern mit regelmäßigen, monatlichen Käufen beginnen. Selbst in der historisch schlimmsten Depression nach dem Börsenkrach von 1929 und der anschließenden Weltwirtschaftskrise wäre eine solche Strategie erfolgreich gewesen.

Schauen Sie sich dazu auch gerne unseren Homepagebeitrag an „In Sparpläne investieren genau jetzt“ https://www.empathy-finanz.de/in-sparplaene-investieren-genau-jetzt/

​Fazit

Auch wir wissen nicht was kommt. Wir glauben aber unabhängig davon, wie lange die aktuell schwierige Situation noch anhält oder sich sogar noch verschärft, dass die Märkte in 5 oder sogar 10 Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit höhere notieren als heute und Anlegern somit einen guten Ertrag erwirtschaften .

Es gibt aber Menschen, die an den Börsen viel Geld verlieren, und solche, die mit ihren Wertpapieranlagen viel Geld gewinnen. Zu welcher Gruppe man gehört, entscheidet man selbst. Wer sich jetzt frustriert von der Wertpapieranlage abwendet, begibt sich selbst ins Lager der Verlierer: Denn wer jetzt verkauft, verkauft mit einem schlechten Ergebnis, in vielen Fällen wohl mit Verlust. Schlimmer noch: Wer jetzt verkauft, zementiert diesen Verlust, und verzichtet freiwillig auf die hohen Gewinnchancen der kommenden Jahre. Zu den Gewinnern wird sich dagegen zählen, wer jetzt seine Chancen erhöht: Gelder, die immer noch unverzinst auf Konten vergeblich darauf warten, dass die Nullzinsphase zu Ende geht, sollten beherzt in gute Investmentfonds investiert werden. Und dabei sollten Aktienfonds und Mischfonds mit höherem Aktienanteil eine größere Rolle spielen. Denn die höchsten Gewinne haben sich an der Börse nie vor einem Crash, sondern immer danach machen lassen.

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