Fondskongress 2018 – Meinungen, Eindrück und Resümee - EMPATHY Finanzlösungen GmbH

Fondskongress 2018 – Meinungen, Eindrück und Resümee 26 Januar, 2018

Fondskongress 2018 – Meinungen, Eindrück und Resümee

​Auch in diesem Jahr waren wir wieder auf dem Fondskongress und haben uns einen Überblick über die aktuelle Branchenstimmung und die Erwartungen für die kommenden Monate verschafft.

Selbstverständlich hat auch dort keine der Fondsgesellschaften eine Glaskugel. Aber es herrschte Einstimmigkeit bzgl. der zu erwartenden Zinsentwicklung. In den nächstne Jahren ist nicht mit einer (deutlich) spürbaren Erholung des Zinsniveaus zu rechnen. Manche gehen sogar vom Anfang japanischer Verhältnisse aus, wo das niedrige Zinsniveau schon 20 Jahre besteht.

Was sich etwas ändert oder in den letzten Monaten schon angedeutet hat, ist die aufkommende Inflation. D.h. für die Sparer tritt greift nun nach und nach die finanzielle Repression auf Bankguthaben und somit der reale Vermögensverlust, wenn die Inflationsrate deutlich über dem Einlagenzins liegt.

Wie schon häufig in den vergangenen Jahren wurde in diesem Zusammenhang auch die unerklärliche Zurückhalten der Deutschen im Bezug auf Aktien bzw. Investmentfonds betont. Verstärkt, wird dies noch durch den Hype der Kryptowährungen. Kaum ein Referent, hat das Thema "Bitcoin" nicht kurz angesprochen oder wurde von den Zuhörern hierzu befragt.

Die Bundesbürger sind nicht bereit in (Aktien)Investmentfonds zu investieren, da sie ihnen zu risikant sind, haben aber kein Problem damit, auf eine Kryptowährung zu spekulieren.

Dies zeigt einmal mehr, dass noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist.

​Sehr deutlich wurde dies im Vortrag von Philipp Vorndran (Flossbach von Storch), der aufgzeigte, dass bei einer Inflationserwartung von 2%, ein Anleger eine Mindestaktionquote von über 60% benötigt, um nach Steuern und Kosten einen realen Ertrag zu erzielen.


Nur am Rande wurde noch auf eine andere Problematik hingewiesen. Aufgrund der schon lange anhaltenden Börsen-Ralley ist mancher Investor versucht, die nächste Krise zu erwarten. Der bisherige Aufschwung hält zwar schon lange an, aber ist deutlich schwächer als üblich. Hinzu kommt noch, dass die Wirtschaftsdaten sehr positive Signale liefern. Nichts desto trotz, darf man nie vergessen, dass man am Aktienmarkt immer mal mit einem Rücksetzter von 20% oder mehr rechnen muss. Es besteht die Gefahr, dass Anleger vor allem auch aufgrund der geringen Schwankungen in den letzten Jahren, dies etwas aus den Augen verlieren und dann gegebenenfalls überrascht sind, wenn es zu einem zwischenzeitlichen Rücksetzter kommt.



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